Der Einzelhandel, die Gastronomie und die Hotellerie leiden besonders stark unter den aktuellen Reisebeschränkungen und dem damit einhergehendem Ausbleiben vieler Touristen – besonders der chinesischen Touristen, die sich in den vergangenen Jahren an die Kaufkraft-Spitze geshoppt haben. Wer in dieser Zeit das Beste aus seinen Möglichkeiten schöpfen möchte, der bereitet sich auf die Rückkehr chinesischer Touristen vor – und zwar mit einfachen Mitteln.


Dianping: Eine beliebte Plattform für Reisende

Dianping hat aktuell über 400 Mio. Nutzer und ist in 2.800 Städten Chinas aktiv. Seit einigen Jahren liefert sich die Serviceplattform mit Alipays Online Lieferservice „Ele.me“ (einfach übersetzt „Hast Du Hunger?“) ein Kopf an Kopf Rennen in Sachen Essenslieferungen. Doch Dianping geht noch weiter: Neben Restaurants findet man hier auch Profile von Hotels, Reisedienstleistern und ganzen Destinationen wieder. Zählen Sie zu einer dieser Gruppen, gibt es mit ziemlicher Sicherheit auch schon von Ihrem Betrieb ein Profil, das sich Dianping aus dem Web ziehen kann. Höchstwahrscheinlich wartet sogar auch bereits eine Bewertung eines chinesischen Touristen auf Sie.

Screenshot gelisteter Restaurants in Tübingen – die Infos und Bilder zieht sich Dianping aus dem Internet oder aus den User Posts.

 

Auf Dianping kann man ein Profil kostenlos anlegen – aber nur auf Chinesisch!

Ähnlich wie bei Alipay können Dianping-Nutzer entweder in der Suchleiste nach bestimmten Geschäften oder Städten suchen, oder sich Empfehlungen in der Nähe ihres aktuellen Standortes geben lassen. Jeder Nutzer kann Bewertungen abgeben, ausführliche Kommentare über Hotels, Geschäfte etc. hinterlassen sowie Bilder und Videos hochladen. Kein Wunder also, dass diese App bei chinesischen Touristen hoch im Kurs liegt, denn Word-of-mouth Empfehlungen gelten als besonders wertvoll und vertrauenswürdig. Ein Profil für den eigenen Betrieb zu eröffnen, ist völlig kostenfrei. Statt der automatisch aus dem Internet gezogenen Bilder, ist man so Herr des eigenen Contents und kann ein Auge auf sämtlichen Bewertungen und Kommentaren behalten. Klingt gut, aber einen Haken gibt es: Der Content ist nur auf Chinesisch, man erhält keine Übersetzung und die gesamte Kommunikation muss auf Chinesisch stattfinden. Hier lohnt es sich also, Hilfe zu holen. Wer außerdem noch einen Schritt weiter gehen möchte, hat die Möglichkeit einen Premiumaccount zu eröffnen. Dieser bietet detaillierte Einsichten in Tracking-Analytics sowie die Möglichkeit an Marketingmaßnahmen, wie z.B. Coupons oder Groupons, teilnehmen zu können.

 

Der optimale Marketingmix

Dianping spielt eine übergeordnete Rolle für Dienstleister, die im Tourismus tätig sind. Wer hier anfängt und aktiv wird, hat bessere Karten als der Andere – denn die Plattform wird noch immer stark unterschätzt, sodass es in Deutschland noch nicht viele gepflegte Profile gibt. Unter dem Aufwand für Dianping sollte jedoch Ihre WeChat Präsenz nicht leiden, denn hier können KOL-Relations besonders gut ins Spiel gebracht werden. Vor allem zur aktuellen Zeit gewinnen chinesische KOLs, die in Deutschland wohnen und von hier live berichten können, an Relevanz. Man holt sich das Reisegefühl dann einfach über das Smartphone nachhause. Zusätzlich lohnt sich der Blick hin zu Alipay. Auch auf dieser Plattform können Restaurant- und Hotelbetreiber eigene Profile anlegen, an Alipay-Kampagnen teilnehmen und eigene Coupons und Rabatte für ihre Kunden einstellen. Auch hier gilt: Alipay Profile sind noch kostenlos, es existieren lediglich Auflagen, was die sichtbare Aufstellung von Promotionsmaterial angeht.

 

Stolperstein Content Creation

So leicht der Zugang zu den Plattformen erscheint, der Aufwand für einen wirkungsvollen Auftritt vor chinesischen Touristen ist nicht zu unterschätzen. Abgesehen von der sprachlichen Barriere, herrschen kulturelle „No Go’s“ und Plattform-spezifische Kommunikationstrends, die es zubeachten gilt.

Sind Sie bereit für die Rückkehr chinesischer Touristen? Falls nicht, sichern Sie sich jetzt ein erstes Beratungsgespräch mit einem unserer Experten und schöpfen Sie voll aus Ihren Möglichkeiten.

Wenn Sie mehr zu diesem Thema lernen möchten, nehmen Sie an unserem Webinar „How to reach and convince Chinese tourists“ am 29. Oktober teil. Bei Interesse, schreiben Sie bitte t.stewart@storymaker.de