Für 2020 rechnet der Internationale Währungsfond IWF mit einem Anstieg des Sozialprodukts  in China um 5,8 %. Es ist ein verlangsamtes Wachstum in Chinas Wirtschaft zu verzeichnen aufgrund eines Zusammenspiels verschiedener globalpolitischer Einflüsse.

Wachstumsbremse im System?

Für den stetigen Rückgang des Wirtschaftswachstums in China wird oft das „Middle Income Trap“ verantwortlich gemacht, die Hürde in der Entwicklung vom Niedriglohnstandort zum Industrieland. Tatsächlich haben Weltunternehmen wie Huawei bewiesen, dass China in der Lage zu beeindruckenen Entwicklungssprüngen ist. Bis zur Jahrtausendwende wurde die Wirtschaft durch die Öffnungspolitik getrieben mit enormen Zuwächsen an Arbeitskräften und Produktivität. Der Erhalt von Arbeitsplätzen hat allerdings Priorität vor einer Steigerung von Produktivität und Wirtschaftlichkeit. Folge ist eine Fehlallokation von Ressourcen, die die wirtschaftliche Entwicklung nachhaltig bremst, obwohl der Entwicklungsstand der Volksrepublik ein stärkeres Wachstum ohne Weiteres zulassen würde.

Was können China-Marketing Experten tun?

Es gilt zu überprüfen, ob der erarbeitete Marktauftritt in China tatsächlich dem Anspruch, der an das Unternehmen in China gestellt wird, entspricht. Darüber hinaus sollte realistisch beurteilt werden, ob die angebotetenen Produkte in Zeiten der Digitalisierung Chinas wirklich zukunftsfähig sind und letztlich auch dem lokalen Wettbewerb standhalten können. Unternehmen mit effizienten wie zielgerichteten Marketing Maßnahmen in Kombination mit einer durchdachten eigenen China-Strategie werden hier im klaren Vorteil sein. In jedem Fall ist es eine gute Idee, jetzt die Chinastrategie wetterfest zu machen.


Dieser Artikel ist auf Grundlage eines Newsletters unseres Strategie-Partners Christoph Hoene (Hoene Consult) entstanden.