Für viele deutsche Unternehmen ist WeChat keine Neuheit mehr. Regelmäßig veröffentlichen sie nützlichen und informativen Content und halten ihre Follower auf dem Laufenden. Was viele jedoch nicht bedenken: Ein aktuelles und sinnvoll befülltes Menü im Official Account ist unverzichtbar! Weiterlesen

Wie sehen Messen und Events in Covid-Zeiten aus? Wie finden alle beteiligten Akteure zurück in eine neue Normalität, wenn Besucher wieder zu nationalen und internationalen Messen kommen dürfen. Auch darüber haben wir in unserer neuesten Ausgabe von Shanghai Stories mit Michael Kruppe gesprochen.

Weiterlesen

Stefan Justl, General Manager von Storymaker China, hat 45 Tage Corona-Schockstarre in Shanghai hinter sich. In Teil 18, dem letzten Teil, seiner Kolumne auf WuV interviewt er die chinesische Redakteurin Wenming Dai zu Corona in den Medien.

 

Wenming, welche Aufgaben haben die Medien während der Krise übernommen?

Als das Virus in Wuhan ausgebrochen ist, hatten die Medien vor allem eine Beobachterrolle mit Blick auf das öffentliche Interesse. Wurden die Menschen, die Hilfe benötigten, in den Krankenhäusern behandelt? In den sozialen Medien gab es viele Diskussionen darüber, ob Quarantänebestimmungen auf wissenschaftlichen und fairen Grundlagen getroffen wurden, ob die Lebensmittelversorgung während des Lockdowns gewährleistet wurde usw. Das hat dazu beigetragen, die Situation schnell in den Griff zu bekommen.

Zudem informierten die Medien über das neue Virus. Es gab eine Fülle von Interviews mit Top-Ärzten und Epidemiologen, die im Fernsehen und in den sozialen Medien auftauchten – zum einen klärten sie die Öffentlichkeit über das hochansteckende Virus und die notwendigen Schutzmaßnahmen auf. Zum anderen gaben die Experten uns die Zuversicht, durch die Krise zu kommen, wenn wir uns an die Regeln halten würden und die Ärzte und Krankenschwestern ihre Arbeit machen ließen.

In dieser beispiellosen Situation waren die Medien auch eine moralische Unterstützung. Wie viele von Ihnen vielleicht gelesen haben, baute Wuhan in zehn Tagen zwei spezialisierte Covid-19-Krankenhäuser – das war ein mediales Highlight. Abgesehen von Berichten auf allen Kanälen verfolgten Millionen von Menschen den gesamten Bauprozess über ein Live-Streaming.

In einem Live-Stream konnten Zuschauer den Bau zweier Covid-19 Krankenhäuser in Wuhan verfolgen.

 

Welche Themen wurden in den chinesischen Medien am meisten diskutiert?

Während des gesamten Ausbruchs gab es deutlich mehr Debatten über die öffentliche Gesundheit: die Art der Epidemie, wie man sich schützt, ob es eine zweite Welle geben kann. Die Diskussionen habe ich sehr begrüßt. Die Top-Epidemiologen Zhong Nanshan und Zhang Wenhong wurden landesweit bekannt und als die heißesten Key Opinion Leader gehandelt, deren Worte ein enormes Gewicht hatte. Es gibt auch viele Gespräche, was die Regierung und die Zivilgesellschaft hätte besser machen können, wie das öffentliche Gesundheitssystem verbessert und Städte längerfristig sicherer gemacht werden können.

 

Gab es auch den Blick ins Ausland?

Ja, angesichts der weltweiten Pandemie war das wichtig. Chinesische Medien forderten Akteure in Europa, Amerika und anderen asiatischen Ländern auf, über ihre eigenen Erfahrungen mit der Virenbekämpfung zu berichten. Einige chinesische Studenten aus Übersee wurden zu Covid-Vloggern. Der internationale Vergleich war immer ein heißes Thema in den sozialen Medien. Persönlich faszinieren mich am meisten Artikel über die Post-Covid-Welt: Wie wird die Globalisierung, wie die Lieferketten beeinflusst? Wie könnte sich die Weltordnung verändern, wie entwickelt sich die Beziehung zwischen den USA und China?

 

Das Virus hat überall Existenzangst und Existenzverlust verursacht – wie berichten die Medien darüber?

In China waren die Provinzen Wuhan und Hubei am stärksten betroffen. Ganz China schaute im Februar auf diese Regionen. Es gab Echtzeit-Newsfeeds, investigative Berichte, Features, TV-Dokumentationen und persönliche Berichte mit Details aus den Intensivstationen und Familien, die ihre Lieben verloren haben. In gewisser Weise weinten wir alle und waren mit unserem Herzen dabei.

Ich selbst folgte einigen lokalen Vloggern aus Wuhan auf Weibo. Sie veröffentlichten visuelle Tagebücher über den Lockdown, interviewten Ärzte, Krankenschwestern, Covid-Patienten und deren Familien, sowie wichtige Helfer und mutige Freiwillige, die die Stadt am Laufen hielten. Die Geschichten machten mich traurig, gaben mir aber auch Hoffnung, dass wir mit Glauben, Entschlossenheit, und auch mit etwas Humor irgendwann aus diesem Tal herauskommen würden. Ich bewundere diese tapferen Menschen sehr, die mit ihrem wunderbaren Beitrag ihr eigenes Leben riskiert haben.

Covid-Vlogger geben individuelle Einblicke in die Krise.

Im Westen denkt man oft, dass chinesische Journalisten unkritisch berichten – ist das ein Mythos, ein Klischee? Und wie manifestiert sich das in der Krise?

Ich hoffe, wie man aus den obigen Beispielen erkennen kann, dass dies eine ziemliche Vereinfachung eines komplexen Bildes ist. Zurzeit sehen wir tatsächlich viele solcher Simplifizierungen. Es werden recht schnell Etiketten vergeben, ohne die dahinter liegende Komplexität zu untersuchen. Das sehe ich in den sozialen Medien, aber auch in einigen Erklärungen von Politikern.

 

Welche Strategie verfolgte Shanghai, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, wie wurde die Stadt vorbereitet?

In Shanghai hatten wir viel Glück. Bei einer Bevölkerungszahl von über 25 Millionen und als internationalen Metropole mit enormem Bevölkerungszustrom gab es lediglich 300 lokal bestätigte Fälle. Hinzu kamen weitere rund 300 importierte Fälle mit sieben Toten bisher. Shanghai hat früh gehandelt und seine Lehren aus SARS gezogen. Damals beschloss die Stadt, in ein Public Health Clinical Centre zur Behandlung eines möglichen zukünftigen Ausbruchs von Infektionskrankheiten zu investieren. Das Zentrum verfügt über 300 Unterdruck-Kammern. Zudem gibt es Platz für 300 weitere Stationen.

Diese Initiative hat sich als sehr weitsichtig erwiesen. Alle positiven Covid-Fälle in Shanghai wurden in das Zentrum gebracht. Die gut ausgebildeten Sanitäter mit professionellen PPEs (personal protective equipment) im Zentrum sorgten auch dafür, dass sich über 90 Prozent der Patienten von der Infektion erholen konnten. Ein weiterer Baustein: Viele meiner Expat-Freunde waren beeindruckt davon, wie Shanghai Woche für Woche zehntausende Rückkehrer in die Stadt durch die Sicherheitsvorkehrungen geleitet hatten.

Das Shanghai Public Health Clinical Centre verabschiedet seine geheilten Corona-Patienten. 

 

Wie funktionierte das konkret?

In diesem sogenannten „Closed Cycle“ Modell machten die Ankommenden einen PCR-Test (Polymerase-Kettenreaktion, Covid-19-Schnelltest) und wurden in speziellen Bussen in die Quarantäne-Zentren gebracht, wo sie auf die Testergebnisse warteten. Positive Fälle blieben im Zentrum, negative Fälle wurden zu einer 14-tägigen Beobachtung in Quarantänehotels verlegt. Das war ein extremer Aufwand, der sich aber ausgezahlt hat.

Unmittelbar nach der Aufhebung des Shutdowns wurde ein Plan vorgestellt, wie Shanghai unter Gesundheitsaspekten zur sichersten Stadt der Welt werden soll: durch Optimierung der Gesundheitsüberwachungs- und des Frühwarnsystems, der Modernisierung der Krankenhäuser und dem Bau zukunftsorientierter Einrichtungen zur Prävention und Bekämpfung von Krankheiten usw. Im Vergleich zum Gesundheitssystem führender Nationen wie Deutschland hat Shanghai noch etwas aufzuholen. Umso mehr freue ich mich, dass die Stadt dieses wichtige Thema in Angriff nimmt.

 

Wie haben sich die Menschen in Shanghai verhalten, wie haben sie die Situation aufgegriffen?

Die Menschen in Shanghai sind dafür bekannt, dass sie sich sehr um ihre Gesundheit sorgen. Wenige Tage nach dem Ausbruch meldete Taobao, Chinas größte E-Shopping-Plattform, mehr Bestellungen von Masken aus Shanghai als von anderen Orten in China.

Chinesische Netizens kommentierten scherzhaft: „Die Shanghaier haben die größte Angst vor dem Tod“. Rückblickend können wir stolz sein auf das Erreichte. Das Tragen einer Maske, was in einigen westlichen Ländern zu Kontroversen geführt hat, war hier nie ein Problem. Die Menschen sind auch ohne Murren zu Hause geblieben, weil es ihnen wichtig war, im öffentlichen Interesse zu handeln. Im Februar war das sonst sehr trubelige Shanghai buchstäblich eine tote Stadt. Auf der Straße oder im Park hat man niemanden gesehen. Es war eine ungewöhnliche, aber auch schöne Zeit der Stille.

 

Wie sieht Deiner Meinung nach die neue Normalität in China aus? 

Inzwischen ist unser Leben so gut wie wieder normal: Schulen sind wieder geöffnet, Geschäfte, Cafés und Restaurants, Züge und Flugzeuge füllen sich wieder – auch Shanghai Disneyland ist wieder offen für Besucher, das erste unter allen Disney-Resorts.

Als echte Bürger von Shanghai tragen wir weiterhin eine Maske im öffentlichen Raum. Ich denke, das ist das neue Mode-Statement von 2020 – und der sichtbarste Ausdruck von „neuer Normalität“. Die Regierung hier betont gerne zwei Botschaften: „Gute Ergebnisse bedeuten nicht, dass der Kampf beendet ist“ und „Schritt für Schritt“ die Wirtschaft öffnen. Wir haben unser normales Leben nicht von heute auf morgen zurückbekommen – es hat zwei bis drei Monate gebraucht.

Wir sind langsam vorgegangen. Die Regierung hat das Wasser immer zuerst getestet, wie wir sagen, bevor sie den nächsten großen Schritt getan hat. Wir hatten uns alle eine schnellere Rückkehr zu einer Normalität gewünscht, aber wir respektieren das geduldige Vortasten. Letztendlich müssen alle Regierungen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der Wiederaufnahme der Wirtschaft und der Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit finden.

 

 

 

WeChat hat ein Update zugunsten der internationalen Oversea Official Accounts (OA) verkündet: Somit können nun auch nicht-chinesische WeChat Official Accounts eigene Auto Replies einstellen und Alben bzw. individuelle Page Templates anlegen. Was das heißt und wie Sie direkt davon profitieren können, erfahren Sie hier.

 

Auto Reply

 

Zuvor war es internationalen WeChat OAs lediglich möglich, eine Keyword-basierte Antwort im Backend einzustellen. So wurde bspw. numerisch oder durch bestimmte Schlagworte definiert, welche Antworten erscheinen werden, wenn jemand eine Nachricht schreibt, wie im Bild unten:

 

Die Keyword Auto-Reply Funktion ist schon lange für internationale WeChat OAs verfügbar. 

 

Nun ist es ebenfalls möglich, automatische Antworten im Zuge einer erhaltenen Nachricht sowie eines neu gewonnen Fans verschicken zu lassen, die eigens entworfen wurden. Hierzu wählt man in der linken Sidebar den Punkt „Auto-Reply“ an. Unter der Überschrift stehen drei Reiter nebeneinander zur Auswahl: „Keywords Auto-Reply“, „Message Received Auto-Reply“ und „Followed Auto-Reply“.

 

WeChat Backend: Message Received Auto-Reply. Hier können Sie Ihre eigene Nachricht vordefinieren, wenn jemand an Ihren Account eine Nachricht schreibt.

 

Sobald jemand nun eine Nachricht an Ihren WeChat OA schreibt, können Sie eine individuelle Nachricht eingeben, die verschickt wird – das gleiche gilt für neu gewonnene Fans des OAs.

 

 

Und so sieht das dann auf der User Seite aus:

 

Diese Nachricht erhält jeder, der unserem WeChat OA folgt (Followed Auto-Reply).

 

Diese Nachricht erhält jeder, der unserem OA eine Nachricht schreibt (Message Received Auto-Reply).

 

Warum das wichtig ist? In China sind die User an guten digitalen Service gewöhnt. Dazu zählt, Antworten zu erhalten – auch wenn klar ist, dass es keine persönliche Antwort ist. Kommt jedoch keinerlei Antwort zurück, wird der User entweder recht schnell wieder ablassen und sich nach Alternativen umsehen oder im schlimmsten Fall, schreibt er eine negative Bewertung, die Ihrem Account schaden wird.

Album & Page Template Functions

 

Auch diese Funktionen waren bis vor Kurzem noch nicht für internationale WeChat OAs freigeschaltet.  Die beiden Features ermöglichen eine Sammlung von Artikeln unter einem Themenpool. Erreichen können Sie diese wieder über die linke Sidebar unter „Album Feature“. Das Album Feature erlaubt dabei Videos und Bilder – wie in einem richtigen Album hochzuladen und zu sammeln. Die Funktion unterstützt also wunderbar visuell starken Content. Fans des OAs können auf das themenspezifische Album zugreifen und erhalten auf einer Seite gesammelt alle vom OA veröffentlichten Infos und Materialien zum Thema. Bedingung des Albums ist jedoch, dass nur jene Posts hinzugefügt werden können, die als „Original Content“ gekennzeichnet und von WeChat bestätigt wurden. Das kann nach Verfassen des Artikels ganz unten auf der Seite vor Veröffentlichung per Haken angekreuzt und beantragt werden. Nachdem der Post veröffentlicht wurde, funktioniert dies nachträglich leider nicht mehr.

 

Das Album Feature stellt alle Infos und Posts des Accounts zusammen, die unter das Thema des Albums fallen.

 

Die Page Template Funktion stellt ebenfalls ausgewählte Artikel aus dem Backend gegenüber, allerdings ohne Albenfunktion. Hier kann im Backend zwischen vielfältigen Designs ausgewählt werden und auf den verschiedenen Positionen ganz einfach beliebige Artikel aus dem eigenen Repertoire eingefügt werden. Heißer Tipp: Die Links der erstellten Page Templates lassen sich über das Verlinkungsicon (in der Mitte) kopieren und im Menü als „Jump to Web Page“ Link eingefügen. So umgeht man die Regelung, nur eine gewisse Anzahl an Artikeln im Menü einzubinden indem man den Link des selbstentworfenen Page Templates einsetzt.

 

Das „Stories“ Page Template vom Storymaker WeChat OA. Zu finden ist dieses in unserem Menü unter „Stories“. Über das Icon unten in der Mitte lässt sich der Link zum Template kopieren und im Menü/in Posts einfügen. Probieren Sie es doch mal in unserem Accountmenü aus!

 

Hier haben Sie die Option, ihr Page Template zu bearbeiten. Wir haben hier die Möglichkeit zu unserem Page Template „Stories“ Artikel hinzuzufügen oder zu entfernen.

 

Der große Vorteil hier ist, dass es keinerlei Restriktionen gibt, welche Artikel hinzugefügt werden dürfen. Alles, was gepostet wurde, ist hier erlaubt!

 

Möchten Sie das Bestmögliche aus den Updates für Ihren WeChat Official Account herausholen? Oder haben Sie Fragen? Kontaktieren Sie uns – wir beraten Sie gerne.

 

 

 

 

Die Corona-Krise fuhr den Video-Streaming Plattformen eine besonders hohe Relevanz ein. Der Grund ist klar: Wenn Shopping in Malls nicht länger möglich ist, kommen Live-Streams und digitale Beratungen den Einkaufsgewohnheiten am nächsten. Doch auch nachdem Läden nun wieder in China geöffnet haben, sehen die Konsumenten dort noch immer die großen Vorteile vom Livestream-Shopping.

Douyin, bei uns bekannt als TikTok, gilt als heiß geahndeter Vorreiter der digitalen Konsumwelt Chinas mit 518 Mio. monatlich aktiven Nutzern. Längst benutzen Marken die Plattform, um mit KOLs (Key Opinion Leader, auch Influencer genannt) an ihre Zielgruppe zu kommunizieren. Danach folgen die Plattformen BiliBili und Xiaohongshu. Doch ein neuer Player mischt sich nun unter die Reihen: Kuaishou ist eine weitere Videostreaming App und erreichte dank der  ausbleibenden offline Shoppinggänge im Zuge der Corona-Krise 443 Mio. monatlich aktive Nutzer (Stand März 2020).

Quelle: Walkthechat.

 

Welche Plattform ist nun die bessere, auf die gesetzt werden sollte?

Obwohl Douyin aktuell noch in Sachen monatlich aktive Nutzer führt, lohnt sich ein Blick auf die Plattform Kuaishou. Während Douyin Nutzer vorwiegend weiblich sind (knapp 60%), sieht die Geschlechterverteilung unter den Kuaishou Nutzern eher ausgeglichen aus mit 47,6% weiblichen Nutzern. Kuaishou Nutzer sind außerdem etwas jünger als Douyin Nutzer: 53% der Kuaishou Nutzer sind unter 30 Jahre alt, Douyin steht diesem Merkmal mit 40% gegenüber. Ein großer Unterschied zeigt sich im verfügbaren Kapital der Nutzer: Kuaishou Nutzer kommen zum großen Teil aus 2nd Tier Städten (kleinere Städte, in denen das Einkommen meist geringer ist). Douyin Nutzer hingegen kommen zum großen Teil aus den 1st Tier Städten (z.B. Shanghai, Beijing, Shenzhen). Somit würden nur 16% der Kuaishou Nutzer mehr als 1.000 RMB auf der Plattform ausgeben, auf Douyin geben rund 25% der Nutzer mehr als 1.000 RMB aus.

Quelle: QuestMobile.

 

Während die Kaufkraft eher bei Douyin Nutzern liegt, gibt es beim Werben auf Kuaishou jedoch einen entscheidenden Vorteil: Kuaishou zeigt vor allem Content, mit dem in hohem Maße interagiert wird und basierend auf sozialen Verbindungen, wie z.B. Abonnements. Das macht den Auftritt und das Ergebnis daraus planbarer. Auf Douyin hingegen bestimmt lediglich ein Algorithmus, welcher Content besonders vielen Nutzern angezeigt wird. Große KOLs mit besonders auffälligem Content erhalten hier Vorrang und werden mehr Nutzern angezeigt, vereinzelt bekommen auf zufälliger Basis private Accounts eine große Reichweite. Scrollt man also durch die Douyin „Entdecken“ Seite, werden ganz zufällig Videos angezeigt, die dem Nutzer gefallen könnten, ohne das Engagement des Videos zu beachten. Das verschafft auf der einen Seite unbekannten Accounts  mit etwas Glück einmalig sehr viel Reichweite, andererseits besteht auch die Gefahr, auf Douyin kaum bis gar keine Aufmerksamkeit zu bekommen, wenn nicht für viel Geld auf die bekanntesten KOLs gesetzt wird. Auf Kuaishou geht es, ähnlich wie bei Instagram, um die Interaktionsrate der Posts, sodass auch kleinere KOLs dort konstante Reichweiten garantieren können.

So lässt sich abschließend festellen, dass Douyin finanziell besser aufgestellte Nutzer aus den Metropolen bedient, die häufiger und hochpreisiger einkaufen. Jedoch lässt sich der Auftritt auf Kuaishou besser planen und mit höherer Wahrscheinlichkeit ein gutes Ergebnis erzielen, da die Plattform sehr interaktionsbasiert ist. Am Ende kommt es ganz darauf an, welche Produkte verkauft werden und welche Zielgruppen bedient werden sollen.

Sie sind an einem Beratungsgespräch interessiert? Nehmen Sie Kontakt zu uns auf – wir beraten Sie gerne!

 

 

Seit Wochen wird unser Leben von der Pandemie beeinflusst. Wir müssen zuhause bleiben, Abstand halten und alle sozialen Kontakte auf ein Minimum herunterfahren. Für viele heißt das, dem Job nicht mehr wie gewohnt nachgehen zu können. Auch unser Storymaker Video Team sieht sich mit einigen abgesagten Drehs konfrontiert, denn Reisen und Treffen mit Kunden sind derzeit tabu. Dennoch machen wir das beste aus der Situation und greifen, in Zeiten in denen Livedrehs unmöglich sind, auf bestehendes Material zurück. Doch schauen Sie selbst:

Weiterlesen

Storymaker Gründerin Heidrun Haug erklärt, wie die Corona-Krise das Verhalten der Konsumenten und die Kommunikation verändern wird.

China ist schon lange Vorreiter im digitalen Marketing. Die Allround-Apps WeChat und Alipay lassen sich in Sachen Nutzerzahlen nichts vormachen: Alipay verzeichnet 900 Mio. Nutzer, WeChat sogar über eine Milliarde. Generationenübergreifend kaufen, chatten, bestellen, bezahlen, flirten die Chinesen hier. Die beiden Internetgiganten Alibaba und Tencent haben Ökosysteme aufgebaut, die das tägliche Leben organisieren und mit modernsten Technologien wie Gesichtserkennung und Künstliche Intelligenz experimentieren. Die Corona-Krise hat hier einen weiteren, bereits spürbaren Push gebracht.

Weiterlesen

Stefan Justl, General Manager von Storymaker in Shanghai, hat eine 45-tägige Quarantäne in China erlebt. Mittlerweile füllen sich dort wieder langsam die Cafés und Restaurants bei bestem Wetter. Auch in kleinen Gruppen von vier, fünf Personen trifft man sich mit Freunden, genießt die wiederbelebte Metropole. Die Menschen trauen sich wieder raus. Tief durchatmen, nach 45 Tagen in Corona-Schockstarre. Doch die Vorsicht und die Sicherheitsmaßnahmen bleiben – vorerst.

Weiterlesen

Von Zuschüssen für Freiberufler bis zu Staatsbeteiligungen an Großkonzernen: in Deutschland werden gewaltige Hilfspakete geschnürt, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abzufedern. Der am 23. März 2020 beschlossene Nachtragshaushalt der Bundesregierung von 156 Milliarden Euro und die zusätzlichen Kreditermächtigungen für Garantieübernahmen addieren sich zu einem Volumen von satten 15% des deutschen Sozialprodukts. Dagegen nähmen sich die Maßnahmen der chinesischen Regierung bescheiden aus, erläutert Storymaker-Partner Christoph Hoene in diesem Artikel.

Weiterlesen

Es ist 6 Uhr morgens. Auf der Herdplatte kocht Wasser und die Arbeitsflächen in der Küche sind voller Mehl und Teigreste. Neben den Familienfotos tanzen an den Wänden die Girlanden mit kleinen roten Fähnchen, auf denen 福 (fu, Glück) steht. Die Fenster und Türen sind weit geöffnet, damit das Glück des neuen Jahres sich im Haus breit machen kann. Bei der Familie unserer chinesischen Kollegin Yujin ist Chinese New Year angebrochen und so laufen die Vorbereitungen hier schon früh morgens auf Hochtouren.

Yujin schwärmt vom Neujahrsfest zuhause: Die ganze Familie kommt zu Besuch, das Haus wird geputzt und dekoriert – und es gibt Jiaozi! Zumindest in Tianjin, einem nordöstlichen Teil Chinas, denn jede Region hat ihre ganz eigenen Bräuche.

 

Jiaozi: Kleine Teigtaschen gefüllt mit Fleisch oder Gemüse.

 

Weiter erzählt sie von „Hongbaos“ (zu Deutsch: rotes Päckchen). Das sind Geldgeschenke, die früher in kleinen roten Umschlägen verschenkt wurden. Die Farbe Rot symbolisiert in China Glück, Freude und alles Positive. Wer beim chinesischen Neujahrsfest alles richtig machen möchte, dekoriert und verschenkt in Rot und Gold, vermeidet aber die Unglücksfarbe Schwarz und die Beerdigungsfarbe Weiß. Hongbaos sind die wohl bekannteste und am weitesten verbreitete Tradition zu Festtagen und Feierlichkeiten. Das rote Päckchen ist geblieben, nur wird dieses heute digital per WeChat oder Alipay verschickt.

 

Hongbaos werden nicht nur zu Chinese New Year, sondern z.B. auch auf Hochzeiten an das Brautpaar übergeben.

 

Dieses Jahr wird die Zeit der Jiaozi und Hongbaos in China wieder am 25. Januar eingeläutet. Man verabschiedet sich dieses Jahr vom Jahr des Schweins und begrüßt das Jahr der Ratte. Das Jahr des Schweins steht für Glück, Reichtum und Zufriedenheit. 2007 war ebenfalls das Jahr des Schweins und ein Phänomen machte sich in dem Jahr besonders in Krankenhäusern bemerkbar: die Geburtenrate stieg plötzlich an und viele Frauen bemühten sich sogar darum, ihr Kind noch in diesem Jahr des Glücks zur Welt zu bringen. Der Tierkreislauf im chinesischen Kalender wird eben besonders ernst genommen. Und was bedeutet das Jahr der Ratte nun?

Die Ratte ist das erste Zeichen aus dem 12 Tierkreislauf des chinesischen Tierkreises. Deswegen wird das Jahr der Ratte als ein Jahr des Neubeginns und der Erneuerung gesehen. Es heißt, dass z.B. Unternehmensgründungen oder große neue Projektinvestitionen aus diesem Jahr besonders erfolgreich werden sollen. Vor allem für jene, die in den Jahren der Ratte geboren wurden, soll dieses Jahr besonders gut verlaufen. Die Jahre der Ratte sind: 1912, 1924, 1936, 1948, 1960, 1972, 1984, 1996, 2008, 2020 und 2032 (immer im 12-Jahrestakt). 

Auch Yujin ist sich sicher: 2020 wird mit all seinen Neuheiten ein gutes Jahr werden.

 

 

Wir wünschen Ihnen ein frohes und erfolgreiches Jahr 2020 und freuen uns auf die neuen Herausforderungen!