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storyletter
// 05.2008
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INTERVIEW
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„Wörter stiften Realität und ermöglichen Kriege“
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Interview mit dem Tübinger Literaturprofessor Jürgen Wertheimer
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INTERVIEW
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Prof. Dr. Jürgen Wertheimer: „Politik bedient sich manipulativer Prozesse“ |
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„Wörter stiften Realität und ermöglichen Kriege“
An der Schnittstelle zwischen Wirklichkeit und Wahrnehmung, Fakten und Fiktionen steht die Sprache. Wer über sie herrscht, beeinflusst die Realität und kann mit ihr Kriege entfachen, sagt der Tübinger Literaturprofessor Jürgen Wertheimer. Er fordert eine Kultur des Dialogs, damit kulturelle Konflikte erst gar nicht entstehen.
Erfahren Sie im begleitenden Video-Interview wie der Diktatoren-Nachwuchs durch Worte und Zeichen neue Welten erschafft und wie sich jeder Einzelne gegen die Vereinnahmung immunisieren kann.
Herr Professor Wertheimer, Sie sagen, lange bevor der erste Schuss, die erste Bombe fällt, hat der Krieg der Wörter stattgefunden. Sprache löst also Kriege aus?
Die Sprache löst Kriege nicht aus, ihr bewusster Einsatz aber sehr wohl. Eigentlich hilft uns die Sprache, diffuse Phänomene der Wirklichkeit in Begriffe zu bringen und in ein Konzept zu fassen. Sie ist ein unglaublich starkes Instrument, das Realität stiftet, sie herstellt und stilisiert, sie aber auch minimalisieren, parzellisieren und zerstören kann. Wer die Eckpunkte des Sagbaren definiert, der kann Denken, Gefühle und Verhalten von Menschen steuern. Regime, die Bücher verbrennen und Literaten verhaften, wissen sehr genau um die Wirkung dieser Definitionsmacht.
Die sie wie für ihre Zwecke einsetzen?
Ob Milosĕvic oder seine politischen Gegenspieler: sie und tausende anderer Aufwiegler haben es perfekt verstanden, in einer politischen und ökonomischen Krise den Menschen ein alternatives Identifikationsgerüst aus Wörtern anzubieten. Ein Territorium aus Sprache, ein künstliches Paradies aus erzeugten Gefühlen und Sehnsüchten. All dies gibt sich wirklichkeitsbezogen, ist aber eine bloße Hülle aus Zeichen, die den einzelnen Personen übergestülpt wird.
Können Sie das konkretisieren?
Jahrzehntelang haben die unterschiedlichen Kulturen in Jugoslawien zusammengelebt, nicht frei von Rivalität, Animositäten oder Vorurteilen – doch sie haben auch zusammen Familien gegründet, miteinander gehandelt und gelacht. Trotz dieser persönlichen Erfahrung haben die Angehörigen der unterschiedlichen Ethnien versucht, sich gegenseitig zu vernichten. Die manipulative Kunst der kulturellen Kriegstreiber besteht darin, die Ebene der individuellen Erfahrung auszulöschen und durch eine konstruierte, kollektive Sekundärerfahrung zu ersetzen. Das läuft in jedem Kultur-Konflikt ähnlich ab, so dass man beinahe eine stereotype Anleitung für Diktatoren formulieren kann. Mehr im Video
Messen Sie Worten nicht zu viel Bedeutung bei?
Wörter transportieren mehr als nur eine semantische Bedeutung, sie können auf einen Schlag ganze kulturelle Welten liefern. Wenn Müntefering vor drei Jahren für die Charakterisierung von Private-Equity-Gesellschaften einen anderen Begriff als „Heuschrecke“ verwendet hätte, hätte er nicht die ganze Fülle biblischer Herkünfte, Mythen und entsprechenden Ressentiments wecken können. Wenn man eine Formulierung ein bisschen anders wählt, ist auch die Botschaft nicht mehr dieselbe. Deshalb kommt dem rhetorisch gestalteten Wort so eine überwältigende, aber oft unterschätzte Funktion zu, Meinungen zwischen Individuen hin und her zu bewegen.
Dann sind Bilder vermutlich noch wirkungsvoller. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.
Bilder werden überschätzt. Es gibt zwar diese Redewendung „ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“, aber ein Bild alleine sagt häufig relativ wenig aus. Man hat Tests durchgeführt, die bestätigen: Je nach Unterschrift, je nach semantischer Beschreibung lesen wir aus dem Bild etwas ganz anderes heraus. Das heißt, die Sprache leitet uns zum Verständnis des Bildes - das dann viel stärker wirken kann als die Wörter.
Zusammengefasst sagen Sie: Um einen kulturellen Konflikt vorzubereiten, muss man die Wirklichkeit neu deuten. Ist soziale Wirklichkeit nicht immer konstruiert?
In gewisser Weise ja. Sprache ist immer ein sehr individueller Ausdruck und gleichzeitig kollektives Gestaltungsmittel. Politik und Gruppenbildung muss manipulativ sein, und es gibt ja auch eine Manipulation des Guten. Die Aufklärung war ein riesiger Manipulationsprozess, auch Erziehung ist im gewissen Sinne ein solcher Vorgang. Gleichwohl kommt es auf die Motivation des Handelnden an. Mit Aristoteles: Ein Messer kann ich dazu verwenden, einen Laib Brot zu schneiden oder einen Menschen umzubringen.
Naja, das ist nun auch schwarz-weiß.
Natürlich soll man sich nichts vormachen und sagen, es gibt auf der einen Seite die reine, authentische Welt und auf der anderen eine konstruierte. Aber es gibt einen Unterschied zwischen einer automatisierten Reproduktion von Bewusstseinsschablonen und einer kritischen - ja ich verwende das heute sehr unbeliebte Wort – kritischen Reflexion über meine Rolle in einem Spiel. Es wird an der Zeit ein paar Wahrnehmungsschritte ohne Prothesen, ohne Klischees oder vorgefertigte Gedankenhülsen zu wagen. Zum Beispiel China: Wenn ich Sie nach nur einem chinesischen Schriftsteller frage: Man kennt ihn nicht. Wir machen uns überhaupt nicht die Mühe – über ein paar Bildchen und Fernsehberichte hinaus – eine andere, gewaltige Wirklichkeit wahrzunehmen, sie ernst zu nehmen. Sie wirklich ernst zu nehmen, das heißt, sich auf sie einzulassen.
Bequem wäre zu sagen: Sollen es doch die anderen machen.
Wenn wir es nicht machen, wäre es naiv anzunehmen, dass es die Chinesen machen. Nur: In ein paar Jahren wird China auf einem anderen Entwicklungsstand sein; und dann wird man uns nicht mehr so nötig haben, wie wir glauben, nötig zu sein. Solche Milchmädchenrechnungen, die nur auf die Verkaufszahlen und den großen Markt schielen und sich nicht die Mühe machen, die kulturellen Differenzen wirklich wahrzunehmen, werden sich negativ bemerkbar machen; machen sich ja jetzt schon ansatzweise bemerkbar.
Ihre Lösung?
Wir brauchen Mut, uns des eigenen Verstandes zu bedienen, um unseren Klischee-Komfort zu überwinden. Wir benötigen einen Dialog der Kulturen, dem wiederum eine Kultur des Dialogs vorausgehen muss. Eine Kultur, die nicht Wirklichkeit produziert oder reproduziert, sondern sie freilegt.
Jürgen Wertheimer, 61, ist Professor für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft und Komparatistik an der
Universität Tübingen
sowie Professeur associé für „Littérature allemande“ an der Universität Metz. Er ist Herausgeber der Tübinger Celan-Ausgabe sowie von arcadia, einer internationalen Zeitschrift für Literaturwissenschaft. Von ihm stammt unter anderem das Buch „Krieg der Wörter. Die Kulturkonfliktslüge“ (Marburg an der Lahn, Verlag LiteraturWissenschaften.de 2003, ca. 260 Seiten), mit dem er sich gegen die These von Samuel Huntington („The Clash of Civilizations“), der Zusammenstoß der Zivilisationen sei unausweichlich, ausspricht. Wertheimer bietet zu dem Thema „Kultur-Konflikte“ Seminare, Kolloquien und Workshops für Unternehmen, Schulen und andere Institutionen an.
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TRENDS
& PRAXIS
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Medienmarken erfinden sich neu
Entscheider haben es nicht leicht. Diese Erkenntnis ist nicht neu. Mit Blick auf die drastisch gestiegene Komplexität des Medien- und Kommunikationsangebotes aber zunehmend relevant. Entscheidungen treffen – zumal die richtigen – wird mit der steigenden Vielfalt von Informations- und Beeinflussungsquellen überproportional schwieriger. Dank „Business Intelligence“, allerlei „Metriken“ und zahlreichen „Benchmarks“ haben klarer Menschenverstand und fachliche Expertise zudem mächtige Wettbewerber bei der Entscheidungsfindung bekommen. Und natürlich hat sich auch die Nutzung von Medien stark verändert.
Für Fachmedien, die Entscheider begleiten und unterstützen, ist eine ambivalente Situation entstanden. Am Beispiel der COMPUTERWOCHE: Die Marke erreicht schon heute mehr Nutzer über das Web als mit der wöchentlichen Print-Ausgabe. Neben Web und Print bildet die Live-Kommunikation die dritte wichtige Säule des Markenerfolgs. Alle Kanäle sind darauf ausgerichtet, für die Nutzer als verlässlicher und wirksamer Relevanzfilter zu fungieren. Und dadurch Entscheider bei ihrer wichtigsten Aufgabe zeitgemäß zu unterstützen: Entscheidungen treffen. Basierend auf relevanten und validen Informationen. Das Informationsangebot ist mit dem Bedeutungszuwachs des Web sprunghaft angestiegen. Das wirklich Wichtige herauszufiltern entsprechend schwierig geworden.
In einer jüngst vom IDG Verlag durchgeführten, qualitativen Studie zum Medienverhalten von IT-Entscheidern zeigt sich, dass die Medienkanäle (Print, Online etc.) klar differenzierte Funktionen haben und unterschiedliche Nutzungsmotive vorliegen. Ebenso klar ist aber auch die Botschaft der an der Studie teilnehmenden Entscheider, dass nur eine vernetzte Medienmarke in der Lage ist, den Informations- und Kommunikationsbedarf ihrer Nutzer effizient und weitgehend komplett zu decken. Im Falle der COMPUTERWOCHE gelingt dies durch ein meinungsstarkes, analytisches und pointiertes Leseangebot in Print, eine schnelle, hochaktuelle und performante Internetseite mit zahlreichen, nutzenorientierten Tools, einer inhaltlichen Struktur und Aufbereitung, die sich vor allem an der optimalen Findbarkeit orientiert und der aktiven Einbindung von Nutzern. Und schließlich runden über 80 Fachveranstaltungen und Konferenzen das Angebot der integrierten Medienmarke COMPUTERWOCHE ab.
Mit dieser diversifizierten Strategie ist es der Marke gelungen, wesentlich mehr Nutzer zu erreichen und ihre Positionierung vom „Sender“ zum aktiven, dialog-orientierten Marktplatz einer vitalen Community zu wandeln. Auch wirtschaftlich ist dieser Kurs der Marke erfolgreich: Die Bereiche Web- und Live-Kommunikation sind sehr profitabel und tragen schon heute entscheidend zum Gesamtresultat der Marke bei. Und dies ist nur der Anfang. The next big thing? Keine Frage: Mobile Inhalte und Reichweite werden – im Kontext sich verändernder Arbeitswelten – die nächste, entscheidende Dimension für den Erfolg von Medienmarken.
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AGENTUR:
INTERN
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Kollegin Mutter
Wie es sich anfühlt, nach Mutterschutz und Elternzeit wieder am Schreibtisch zu sitzen, darüber haben sich Ann-Kristin Koch und Syra Thiel unterhalten. Beide sind als PR-Berater seit einigen Jahren bei Storymaker an Bord. Im April letzten Jahres kam Xaver zur Welt und Syra Thiel nahm die neue Elternzeitenregelung in Anspruch. Gut ein Jahr später folgte nun Ann-Kristins Tochter Silje.
Syra: Ann-Kristin, Du hast vor 8 Wochen Silje zur Welt gebracht und arbeitest jetzt wieder Vollzeit. Wie ist das für dich?
Ann-Kristin: Am ersten Tag fiel es mir nicht leicht, die Kleine zu Hause zu lassen. Aber ich freue mich auch, dass ich wieder „rauskomme“ und geistig anspruchsvolle Tätigkeiten in Angriff nehme. In
anderen Ländern wie Frankreich ist es gang und gäbe
, nach dem Mutterschutz direkt wieder einzusteigen. Es ist also machbar, wenn bloß die Müdigkeit nicht wäre...
Diese Müdigkeit kenne ich. Xaver ist im April ein Jahr alt geworden. Ich habe mir also ein ganzes Jahr Pause gegönnt. Aber die Nächte sind immer noch sehr unruhig. Jetzt muss ich mich gegen 9.00 Uhr mit einem Espresso in Schwung bringen. Aber ich kann ja einen ausgiebigen Mittagschlaf machen.
Auf den muss ich leider verzichten. Die Umstellung ist groß, alles will gut geplant sein. Das hat auch positive Auswirkung auf die Arbeit: ich muss noch stärker fokussieren und effizient arbeiten. So wird man als Mutter zum wahren Organisationstalent.
Stimmt. Seit ich meine Kinder habe, arbeite ich – so empfinde ich es jedenfalls – effizienter und strukturierter. Ich habe immer die Aufgaben im Kopf, die ich noch erledigen muss, bevor ich nach drei Stunden mein Kind abholen muss. Den Luxus, mit den Kollegen mal zu quatschen, leiste ich mir daher leider sehr selten. Trotzdem habe ich das Gefühl, integriert zu sein.
Ja, Storymaker ermöglicht es, familiäre und berufliche Interessen in eine gute Balance zu bringen. Für die Geschäftsführung war es selbstverständlich, mir halbtags Homeoffice zu ermöglichen. Die Kunden haben ebenfalls Verständnis und so profitieren alle – am meisten natürlich ich selbst, denn ich bleibe fachlich am Ball und verkomme nicht zum völligen Muttertier. Frauen wollen heute eben beides: Kind und Karriere.
Karriere vielleicht nicht unbedingt. Aber Kinder und Berufstätigkeit, das wohl schon. Ich jedenfalls finde es toll, dass ich mich für drei Kinder entscheiden konnte und dafür nicht auf intellektuelle Herausforderungen verzichten muss. Und natürlich ist es auch gut, Geld zu verdienen. Ich fühle mich sehr privilegiert.
Keine Frage. Und wie heißt es doch so schön in der
„Du bist Deutschland“-Kampagne“
: Es gibt viele gute Gründe, keine Kinder zu bekommen. Und den besten es doch zu tun - wer könnte den fotogenen Kleinen widerstehen...
Vier Wochen PR-Arbeit im Tausch
Agentur-Luft geschnuppert
Was ist dran an den verrückten Geschichten, die man immer wieder über PR-Agenturen hört? Sind die Leute dort tatsächlich so durchgeknallt wie Samantha aus „Sex and the City“?
Im Rahmen meines Volontariats in der Presseabteilung der IBM Deutschland GmbH konnte ich einen Austausch mit Judith Schwarz, Account Executive bei Storymaker, machen. Vom 7. April bis 2. Mai verbrachte ich hier vier abwechslungsreiche Wochen. Für verschiedene Kundenprojekte verfasste oder redigierte ich Texte, nahm an Besprechungen und einer Fortbildung teil und lernte so den Alltag der Tübinger Agentur kennen.
Toll fand ich die Vielfalt an Texten und Themen - von 3D-Simulationen über Gabelstapler zu „Erste Hilfe Schüler- austausch“ - mit denen ich mich in dieser kurzen Zeit beschäftigte. Zum guten Eindruck trug auch die offene und freundliche Atmosphäre in der Agentur bei: Die Storymaker sind zwar interessante und kreative Menschen - ein tolles Team, mit dem es Spaß macht zu arbeiten. Aber zum Glück sind sie keine verrückten Hühner (und Hähne) à la Samantha, die einem für eine halbe Stunde pro Woche genügt...
Weltkonzern erkundet
Wie sieht PR-Arbeit aus der Unternehmensperspektive aus? Laufen in der Corporate World wirklich Identical Blue Men herum, denen kein Freiraum für Kreativität bleibt?
Während meines Austauschs mit Kristina Frayne hatte ich die Gelegenheit, vier Wochen lang einen Weltkonzern „von innen“ kennen zu lernen. In der IBM-Pressestelle am Standort Stuttgart-Vaihingen nahm ich an den Teammeetings teil und unterstützte die Kommunikationsabteilung unter anderem beim Erstellen und Redigieren von Texten und der Vorbereitung einer Mitarbeiterveranstaltung. So hatte ich die Chance, mal die Perspektive zu wechseln und zudem Einblick in die interne Kommunikation zu erhalten: Wie weckt man beispielsweise mit einer internen Veranstaltung das Interesse von rund 21.000 Mitarbeitern in Deutschland?
Besonders interessant waren für mich die wöchentlichen Meetings, bei denen sich das Kernteam der Kommunikationsabteilung über aktuelle Entwicklungen im Unternehmen austauschte, geplante PR-Aktivitäten besprach und abgeschlossene reflektierte. Zwischen Quartalszahlen und Pressespiegeln blieb durchaus Platz, Themen wie den Einsatz von Comics in der Kommunikationsarbeit zu diskutieren, an die Identical Blue Men gar nicht erst denken würden. Erfolgreiche PR-Arbeit hat schließlich immer auch mit Kreativität zu tun.
Storymaker gewinnt PR-Auftrag der HAAS Schleifmaschinen GmbH
Die HAAS Schleifmaschinen GmbH in Trossingen ist Profi in der Metallbearbeitung. Der traditionsreiche Systemlieferant stellt Schleifzentren für viele Branchen her – darunter Werkzeugindustrie, Medizintechnik, Luft- und Raumfahrt – und expandiert seit ein paar Jahren auch stark international. HAAS hat die beiden Tübinger Agenturen KRAAS & LACHMANN und Storymaker beauftragt, die Marke visuell und inhaltlich neu zu positionieren. Leitagentur für die Unternehmenskom- munikation von HAAS und für den Gesamtauftritt verantwortlich ist KRAAS & LACHMANN. Storymaker kümmert sich um das weite Feld der Public Relations mit dem Ziel, HAAS in der Fach- und Wirtschaftswelt international bekannter zu machen.
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FÜR
SIE GELESEN
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Die ZEIT erkundet das WWW. |  |
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Das allgegenwärtige Netz
1993 – vor gerade einmal 15 Jahren wurde das Internet dem Normalbürger zugänglich gemacht. Keine Erfindung der letzten 50 Jahre hat unser Leben so verändert. Wir sind im Netz – permanent und überall. Es verbindet und isoliert uns. Es ist schnell, intelligent und es vergisst nicht. Es eröffnet Chancen und lässt Träume platzen. Kurz: das Netz regiert die Welt.
In einer dreiteiligen Serie hat sich die ZEIT vom 30. April bis 16. Mai dem WWW gewidmet. Dabei ist es der Hamburger Wochenzeitung auf spannende Weise gelungen, sich dem Internet auf menschliche, emotionale Weise zu nähern. Und es nicht nur als ein technisches Gewirr aus Servern, Routern und Datenkabeln zu erklären, das uns täglich hilft, aber auch zum Wahnsinn treiben kann.
Im Gegenteil: Die ZEIT hat das Internet als soziales Phänomen unter die Lupe genommen. Journalisten, Wissenschaftler und Experten beschreiben den Segen und Fluch des World Wide Web. Aus unterschiedlichsten Perspektiven werden Fragestellungen diskutiert: Wer hat die Macht im Internet? Wo vernichtet das Netz Arbeitsplätze – und wo schafft es neue? Wo liegen die Chancen, wo die Risiken? Wer sind die Gewinner von heute, wer bleibt auf der Strecke? Fragen über Fragen, auf die es im ZEIT Spezial reichlich Antworten gibt. Der Leser erfährt, was Kinder im Netz suchen und wie Ältere surfen, dass privat gestern war und Onlinetreffs immer populärer werden. Wie man online ein- und verkauft, bloggt und chattet, spielt und zockt, beißt und kratzt, liebt und hasst, aufsteigt und fällt. Sprich, welche zahlreichen Möglichkeiten und Chancen aber auch Stolpersteine und Fallstricke das Netz parat hält.
Zugegeben, nicht jeder Artikel hält das, was die Überschrift verspricht, aber in der Gesamtheit ist diese Trilogie eine wunderbare Enzyklopädie des Mediums, das es im pubertären Alter von 15 Lenzen bereits zu Weltruhm geschafft hat. Bei Storymaker wurden die drei Hefte von vielen Mitarbeitern bereits verschlungen und in der Storymaker-Bibliothek werden sie ihren festen Platz einnehmen: als Nachschlagewerk und Ideenfundgrube. Vielleicht auch bald bei unseren Lesern?
Gewinnspiel: Mit freundlicher Unterstützung der ZEIT verlost Storymaker 10 komplette 3-teilige ZEIT Internet Specials. Wer eines davon gewinnen möchte, der schickt einfach eine Email mit dem Betreff „Internet-Special“ an info@storymaker.de.
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KULTURREDAKTION
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Dauervernetzt: Bernadette La Hengst |  |
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Politik und Pop
Deutschlands beste Popmusikkünstlerin ist vielen leider unbekannt. Dabei hat Bernadette La Hengst mit ihrer Hamburger Mädchen-Band „Die Braut haut ins Auge“ in den 90ern den Weg bereitet, den Anfang des neuen Jahrtausends Kapellen wie „Wir sind Helden“ schon ausgetreten vorfanden. Da war Bernadette La Hengst allerdings schon auf Solopfaden unterwegs – mit einer Mischung aus Politik und Pop, die ihrer Zeit immer ein Stück voraus zu sein scheint.
So wundert es auch nicht, dass „Machinette“, die dritte Soloplatte der inzwischen in Berlin wohnenden Künstlerin, ein vernetztes Werk ist, das sich nicht nur aus vielen künstlerischen Begegnungen von Bernadette La Hengst speist, sondern auch in Auszügen und Ergänzungen die ganze Weite des World Wide Web nutzt. Ein Ansatz, der so in der deutschen Musiklandschaft recht einzigartig dasteht. Video-/Musikkooperationen wie „Der grüne Halsbandsittich“, „Kill Your Idols“ oder „Der Utopist“ macht La Hengst über YouTube ihrer Fangemeinde zugänglich, die Texte zum Album gibt es nur im WWW und auch sonst ist die Musikerin eine Vorreiterin des Vernetzungsgedankens: So schreibt sie derzeit für Spiegel online über Pop-Feminismus und ist am ZKM-Projekt „Vertrautes Terrain“ beteiligt.
Soviel Links und Vernetzung, da bleibt für die eigentliche Botschaft nur ein Satz: „Machinette“ von Bernadette La Hengst ist eine zauberhafte, schöne, politische Platte für Erwachsene, die sich als Zuhörer ernst genommen fühlen wollen.
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